Das Reptiliengehirn – bist du schon Mensch oder bist du noch Tier?

Das menschliche Gehirn besteht – gemäß der evolutionären Entwicklung – aus mehreren Teilen. Alle Säugetiere haben auch den Teil eines evolutionären Vorgängers und somit Vorfahren in sich: den Teil des Gehirns, der strukturiert ist wie bei einem Reptil – dem Stammhirn – was ihm auch die Bezeichnung „Reptiliengehirn“ eingebracht hat.

 

Reptiliengehirn

Screenshot Quelle: http://eggetsberger-info.blogspot.de/p/reptiliengehirn.html

 

<<Unser Gehirn besteht, vereinfacht ausgedrückt aus 3 Ebenen.

Der unterste Gehirnteil ist der älteste und tiefst liegende Teil des menschlichen Gehirns. Dieser Gehirnbereich wird auch „Reptiliengehirn“ genannt, weil er dem einfachen Gehirn einer Schlange oder eines Krokodils ähnelt. Alle Wirbeltiere haben diesen Gehirnteil und er ist bei allen nahezu gleich aufgebaut. Bei niederen (Nicht-Säugetier-) Wirbeltieren wie den Reptilien,macht dieser Bereich sogar fast das gesamte Gehirn aus. Daher trägt es den Namen „Reptiliengehirn“. Das Reptiliengehirn ist hauptsächlich für die Art- und Selbsterhaltung zuständig, es hat also die Aufgabe, unser Überleben zu sichern.

Das Reptiliengehirn wird auch als Stammhirn bezeichnet. Dieser Teil des Hirns hat sich schon vor mehr als 200 Millionen Jahren aus den primitiven Lebensformen heraus entwickelt und ist seither praktisch unverändert geblieben. Es stellt sicher, dass der Körper mit all seinen Systemen bei Gefahr am effizientesten arbeitet.

[…]

Nur in die höheren Funktionen des Gehirns sollte es sich im Normalfall NICHT einmischen. Doch leider tut es das bei vielen Menschen fast ständig. Das Reptiliengehirn repräsentiert genetisch vorbestimmte Verhaltensweisen (Programme), die dem primitiven Überleben des Individuums und der Arterhaltung dienen. Es fungiert als Kontrollzentrum unbewusster, gefühlloser, roboterähnlicher Programme, die dem Reptilienverhalten ähneln.
Das „alte Reptiliengehirn“ übernimmt in bestimmten Stresssituationen die völlige, lähmende und negative Kontrolle über uns. Wann immer unser limbisches Gehirn und unsere Großhirnrinde in ihrer Leistungsfähigkeit beeinträchtigt sind – sei es durch Alkohol, Drogen, Stress, Krankheit, Alter, Müdigkeit, depressive Gefühle, einen starken Glauben (Einbildung), eine feste Überzeugung, Stress, Angst, Panik oder übermäßige Verliebtheit – gerät unsere mentale Haltung und unser Verhalten unter den Einfluss unseres alten reptilischen Erbes.

Ein großes Problem unserer Zeit ist es, dass Bedrohungen des Hirnstamms für ihn eher unreal zum Beispiel aus der Kinoleinwand, dem Fernsehen, dem Börsenkurs, der Steuernachzahlung oder der Ehescheidung erfolgen. Für diese Situationen hat der archaische Hirnstamm keine direkten Lösungsansätze, weil es keinen sichtbaren Feind gibt, den man bekämpfen kann, oder vor dem man fliehen könnte. Die Bedrohungen unserer Zeit finden also überwiegend auf der mentalen Ebene statt, doch das kann unser ältester Hirnbereich nicht erkennen.

Die Hauptmerkmale unseres reptilischen Daseins sind:
Selbstsucht, Ichbezogenheit (Egoismus), Rücksichtslosigkeit, Tücke, Verschlagenheit. Argwohn, Gefühllosigkeit, Grausamkeit, Kaltblütigkeit, Starrheit, Hartnäckigkeit, Beharrlichkeit, Wettbewerbsdenken, Anmaßung, Territorialverhalten, Isoliertheit, Intoleranz, Aggressivität und Gewaltbereitschaft, mangelnde Fürsorglichkeit, kurzsichtiges Nutzdenken, Opportunismus, Oberflächlichkeit, Eitelkeit, abartiges und/oder aggressives sexuelles Verhalten, Eifersucht, psychopathisches Verhalten. Suchtverhalten (wie Esssucht, Alkoholismus etc.) sind ein Zeichen einer starken Dominanz des Reptiliengehirns. Unser reptilisches Gehirn ist auch für jedes ritualisierte, stereotype Verhalten verantwortlich.
Sie halten sich am liebsten an Vorschriften und sind nur mit »geordneten Verhältnissen« zufrieden? Sie wollen wissen, wem sie etwas befehlen können und wer ihnen etwas befehlen kann?
Wollen Sie schnell »Autoritäten« erkennen? Am schnellsten geht das mit einem Rangabzeichen. Das können Titel, aber auch Sterne an der Uniform, Kleidung, ein großes Büro oder ein Dienstwagen sein. Der Reptilienhirn-Typ ist für die Politik der heutigen Zeit am besten zu beherrschen. Er ist nur mit seinen Bedürfnissen beschäftig, mit Belustigung und Befriedigung.
Was sonst vorgeht, ist für diesen Hirntyp Nebensache, er denkt nicht wirklich zukunftsorientiert und ist einfach zu lenken. Er reagiert direkt auf Angst machende Situationen. Somit ist die Erzeugung von ständiger Angst und Unsicherheit zu einem der wichtigsten Kontrollinstrumente der Politik geworden. Abgabe der Selbstbestimmung an eine „Autorität“ ist eine typische Reaktion dieses Typs. Auch ziehen viele Reptiliengehirntypen die Geborgenheit des Unwissens vor
Das Reptilienhirn tut immer unter Kontrolle brav, was von ihm von höherer Seite her verlangen wird, aber das Reptiliengehirn ist kein Hirn, das sich besonders gut dafür eignete, mit neuen Situationen fertig zu werden. Das sieht man auch im derzeitigen Alltag im Bereich der Finanzen. Das Reptiliengehirn unterscheidet nämlich nicht zwischen. Fiktion und Realität.
Wer Neues wagen will, muss sich selbst überwinden, oder wie es in alten Sagen berichtet wird – den „inneren Drachen besiegen“. Für diesen Mut zum Risiko und zum Experiment ist ein anderer Gehirnteil zuständig, den die Evolution ebenfalls ins Menschenhirn eingebaut hat, das moderne Stirnhirn.
Doch die zwanghafte Neigung, sich mit Statussymbolen zu umgebensich übermäßig zu schmücken und mit Luxusgütern zu umgeben, Tätowierungen oder Ähnliches ausführen zu lassen, alles um die persönliche, augenblickliche „Wichtigkeit“ des eigenen EGOS herauszustreichen, ist ein typischer Ausdruck des reptilischen Wesens, dass sich jedes Mal dann äußert, wenn der betroffene seine überzogenen Ansprüchen – bedroht fühlt. Je größer der Ehrgeiz und die Vermessenheit wird, desto größer wird die Angst, daran gehindert zu werden, unsere angemaßten Ziele zu erreichen.

Körperkontakt und Territorialverhalten.
Im weiteren scheuen Reptilientypen den Körperkontakt sie halten Abstand. Dieses Verhalten wird zusätzlich auch durch die Aktivität der Amygdalae (Angstzentren im Gehirn) ausgelöst. Es ist eine angeborene Berührungsangst, die Angst vor Nähe, die von ihrem ausgeprägten Territorialverhalten herrührt. Wenn diese Hirntypen sich bedroht fühlen, fallen sie auch in dieses Urhirn-Verhalten zurück (mein Haus, meine Stadt, mein Volksstamm, meine Nation!).
Wurde in der freien Natur ein Reptil von einem Rivalen besiegt oder hat es sein Territorium verloren, wird es depressiv und/oder impotent. Viele Menschen reagieren auf Niederlagen oder den Verlust ihres Vermögens, das für sie die Funktion eines „beweglichen Herrschaftsgebietes“ bzw. eines Territoriums erfüllt, ebenso mit einem Rückfall in diese reptilische Verhaltensweise, sie werden depressiv.

Über dem Reptiliengehirn befindet sich das limbische System.
Im nächsthöheren Bereich, über dem Reptiliengehirn befindet sich das sog. „Limbische System“. Hier werden unsere Gefühle gesteuert (Ärger, Freude, Lust, Unlust …) bzw. hormonell aufbereitet. Daher nennt man das limbische System auch das chemische Gehirn.
Das limbische System (auch Altsäugergehirn genannt) umschließt den Hirnstamm wie einen Saum (lat. Limbus) es ist sozusagen fest angedockt ans Reptiliengehirn. Es verbindet Informationen aus der Umwelt mit Informationen aus dem Körperinneren. Dieser Integration von Innenwelt und Außenwelt entspringt das emotionale Erleben.

Das Großhirn, Neocortex mit dem Stirnhirn.
Ganz außen, sozusagen als Denkkappe befindet sich das Großhirn, der Neocortex. Das Großhirn ist u.a. verantwortlich für unser Denken, Planen, Entscheiden, zielgerichtetes Handeln aber auch das Unterdrücken von Instinkten und negativen Impulsen. Das Großhirn ist in zwei Hälften geteilt, die linke und die rechte Hirnhälfte.

Im ganz vorderen Teil des Neocortex (im Stirnhirn) befindet sich das, was uns von allen Tieren unterscheidet, man nennt es den präfrontalen Hirnlappen. Er ist beim Menschen weitaus größer und besser ausgebildet als bei jedem Tier. Wir bezeichnen diese Hirnregion auch als die „Superregion“, da Sie uns zu einer besonderen höheren Art des Denkens und Fühlens befähigt, als es für Tiere (nach heutigem Wissensstand) möglich ist. Nicht bei allen Menschen ist das Stirnhirn, der präfrontale Hirnlappen richtig gut aktiv bzw. vernetzt.

Gibt es hier ein Defizit, so werden Menschen vor allem vom Reptiliengehirn und dem limbischen System beherrscht.

[…]

Fazit: Halten wir uns den Aufbau des Gehirns genauer vor Augen, so ist es leichter zu verstehen, warum es uns immer wieder so schwer fällt, Gefühle und Triebe zu beherrschen bzw. unter die bewusste Kontrolle zu bringen. Obwohl die drei Gehirne (und die beiden Gehirnhälften) mehr oder weniger gemeinsam arbeiten, scheinen die zwei tiefer liegenden und stammesgeschichtlich älteren, animalischen Gehirne ihren eigenen festen Programmen und Reaktionen zu folgen.

[…]

Der mögliche Ausweg.
Unser größtes Potenzial an Kreativität, Mitgefühl, Intuition und Genie steckt in den derzeit wenig genutzten Stirnlappen des Neocortex – die aber leicht aktiviert werden können.

>>

Quelle: http://www.eterna.sl/stammhirntyp.html

 

 

 

<<Hirntyptest – Reptilienhirntest

[…]

WIE STARK WERDEN SIE VON IHREM REPTILIENHIRN DOMINIERT?>>

(Quelle &) Hier geht’s zum Test !

http://www.pce.at/test/Hirntyptest-Reptiliengehirn.html

 

 

 

Weitere Informationen zum Reptiliengehirn:

 

 

Relativ medizinisch-biologische Informationen:

<<Der Hirnstamm oder das „Reptiliengehirn“>>

http://www.gehirnlernen.de/gehirn/der-hirnstamm-oder-das-reptiliengehirn/

 

 

 

<<Eine weitere wesentliche Theorie über die Arbeitsweise des menschlichen Gehirns stellte Paul D. MacLean mit seinem Triune Brain auf: Neocortex, limbisches System (MacLean führte den Begriff »limbisch« ein) und Hirnstamm (Reptiliengehirn) bilden eine entwicklungsgeschichtlich gewachsene »Dreieinigkeit«.

Der Neocortex ist für sensorische Wahrnehmung und kognitive Vorgänge zuständig; er ist der entwicklungsgeschichtlich jüngste Teil und findet sich nur bei Säugetieren.

Das limbische System sitzt im Zentrum des Gehirns. Es ist im Wesentlichen verantwortlich für die menschlichen Gefühle, das Verhalten und das Gedächtnis. Es bestimmt das affektive und zwischenmenschliche Verhalten. Der Hirnstamm ist der älteste Teil des Gehirns. Er hat sich im Laufe der Evolution entwickelt und enthält überlebenswichtige Bereiche wie die Atmung, die Regulation des Herzschlages, und die Nahrungsaufnahme. Auf der Grundlage von Erkenntnissen der Wissenschaft und seiner praktischen Tätigkeit entwickelte Ned Herrmann sein metaphorisches Modell der Hirndominanzen. Er geht bei der Differenzierung noch einen Schritt weiter, indem er die Hemisphären wiederum in jeweils eine obere (cerebrale) und untere (limbische) Ebene unterteilt.>>

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Vier-Quadranten-Modell_des_Gehirns

 

 

Wikipedia-Artikel zum Stammhirn:

https://de.wikipedia.org/wiki/Hirnstamm

 

 

Thematisch verwandte oder nahestehende Artikel:

Tiermensch vs. „Menschmensch“

Extremisten

Die neue Diktatur-Methodik

 

 

 

(Alle Links funktionstauglich am 02.05.2016. Zitate in diesem Artikel vom Downloadzeitpunkt dieses Datums.)

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