Die Verbindungen des Nationalsozialismus zu Religion, Esoterik und Okkultismus

Dieser Artikel soll eine andere Seite als die allgemein bekannte politische des Nationalsozialismus betrachten.

Je nach Sichtweise des Autors der jeweiligen Quelle ist selbstverständlich auch von einer entsprechenden Einfärbung der Formulierungen auszugehen. Bilden Sie sich Ihr eigenes Bild!

Vorausschickend soll hierbei nochmals betont werden, daß der Autor dieses Artikels sich vom Nationalsozialismus wie von jeder Diktatur distanziert und individualitätsfeindliche, freiheitsfeindliche und zwangsorientierte Systeme (über den erforderlichen Zwang einer echtdemokratisch-freiheitlichen Staatsgewalt hinausgehend) ablehnt. Hiermit soll also keineswegs nationalsozialistisches Gedankengut gutgeheißen oder verbreitet werden, sondern Aussagen über die okkulten Hintergründe hinter dieser politischen Macht dargestellt werden.

 

Zur Einleitung:

Video „Schwarze Sonne – Mythologische Hintergründe des Nationalsozialismus“

URL: https://www.youtube.com/watch?v=63oF5I3zZ-k

Es wird empfohlen, sich den kompletten Film anzusehen.

Besonders hervorgehoben werden sollen hier folgende Exzerpte:

1:11:04-1:11:11
„Der Totenkopf selbst galt als Symbol für die Auslöschung des eigenen Willens im Dienste einer höheren Mission.“

1:21:57 – 1:22:42
„Direkt unter dem Obergruppenführersaal befindet sich die sogenannte Krypta, ein gewölbter gruftartiger Raum, der für Kultfeiern vorgesehen war.
Die Atmosphäre läßt an Rituale zur Auslöschung der individuellen Persönlichkeit denken, an Dämmerzustände, in denen der Mensch zum leeren Gefäß für Gefühle rauschhafter Selbstüberhöhung wird.
Auch von diesem Raum fühlen sich okkulte Gruppen aus dem rechten Spektrum angezogen und brechen manchmal sogar nachts ein um hier mystische Rituale abzuhalten.“

Man muß bei dieser Aussage natürlich unterscheiden zwischen Interpretation und Wahrnehmungs- und Tatsachenbeschreibung.

1:22:42 – 1:23:48
Wulff E. Brebeck – Museumsleiter:
„Am heiligen Abend bzw. 1. Weihnachtstag des Jahres 1992 fanden wir morgens den Raum erbrochen (sic!) vor, und auf den 12 Podesten lagen mit Runen bedruckte weiße Tücher. Wir haben natürlich nie erfahren wer das nun gewesen ist,
wissen aber durch Kontakte mit einigen Besuchern und Besuchergruppen, daß der Turm eben als Ort gilt wo man schwarze Messen oder ähnliche Zeremonien gerne abhält und immer wieder wird versucht unsere Pförtner zu beschwätzen den Schlüssel zu bekommen oder zu außergewöhnlichen Zeiten unter allerlei Vorwänden in diesen Raum hineinzukommen. Wir müssen also sozusagen regelrecht harte Abwehrhaltungen aufbauen um solche Dinge zu verhindern. Und wir haben auch einmal sozusagen eine Beichte einer Gruppe bekommen, schriftlich zugesandt, die also sagten: ‚Wir haben dort eine Taufe, eine schwarze Taufe, Aufnahme in unseren Orden durchführen können. Vielen Dank.'“

 

Video „Schwarze Magie im braunen Hemd Teil 1 Okkultismus und die Nazis“

URL: https://www.youtube.com/watch?v=-cQI9rtMbRI

41:38 – 41:57
„Mit anderen Worten: 17-jährigen wurde hier die Vorstellung eingeimpft, daß es ihr gutes Recht sei ihr Leben für Führer und Vaterland zu lassen. Du bist nichts. Deine Nation, deine Rasse, ist alles.“

 

 

 

Bilden Sie sich Ihr eigenes Bild! Zitate aus dem Buch „Das schwarze Reich“:

„Bevor wir zum Lebensraum- und Geopolitiker Haushofer zurückkehren, ist es an der Zeit, ein paar Sätze über dessen Mentor Gurdjieff und seine Lehre einzuschieben. Gurdjieff erklärte seinen Schülern, daß sie schliefen, wie alle Menschen grundsätzlich schliefen und erst einmal aufgeweckt werden müßten. Er meinte, daß sie ihr Leben mechanisch lebten und automatenhafte Roboter seien. Sie könnten aber in einer neuen Welt erwachen, wenn sie diese Mechanismen bekämpften und sich alle ihre Gedanken und Motive durch Selbsterinnerung bewußt machten. Wenige Menschen seien stark genug, dies aus eigener Kraft zu schaffen, sie müßten deshalb in Gruppen arbeiten und einem Meister unbedingten Gehorsam leisten. Zitat aus einer von seinem Apostel Ouspensky überlieferten Rede:
‚Wie bringt man es fertig, einen schlafenden Menschen aufzuwecken? Man muß ihn stoßen. Ein einfacher Stoß genügt nicht. Man muß ihn unaufhörlich stoßen und rütteln.‘
1934 berichtet Hermann Rauschning über Hitler: ‚Er wird nicht müde, in immer neuer Form auszusprechen, daß es eine ewige Bewegung, eine ewige Revolution ist, in die er das deutsche Volk und die Welt hineintreibt. Diese Revolution umfaßt das ganze menschliche Dasein. Es ist die Befreiung des Menschen!'“

[A], S. 47

=> Die Aussage von Ouspensky läßt vielleicht das heutige Gang Stalking („unaufhörliche“ bzw. regelmäßig wiederholte organisierte Belästigung von organisierten Belästigergruppen) in einem neuen Licht erscheinen. Kommt aus dieser Ecke diese Praxis?
Es stellt sich natürlich die Frage, wem eine „ewige Revolution“ etwas bringen sollte. Irgendwann sollte auch wieder Ruhe einkehren. Ganz abgesehen davon, daß das Wort „Revolution“ einen viel zu guten Ruf hat. Es ist immer eine Zeit der Gefahr, der Unsicherheit und der potentiellen Anarchie/Rechtslosigkeit, von Unruhen oder Bürgerkrieg bis zu Mord und Totschlag. An einer ewigen Revolution hätten wohl nur die Blut- und Kriegsgötter ihre Freude, die regelmäßige Opfergaben in Form von Kriegen (Massenblutvergießen = Massenmenschenopfer), Terror oder Unruhen sicherlich begrüßen würden. Ebenso stellt sich die Frage, von was ein Mensch hierbei befreit werden soll: von Freiheit wird er in einer Diktatur auf jeden Fall befreit, von Frieden und Ruhe bei einer ewigen Revolution auch, und vielleicht auch vom Leben.

 

„Hinter dem Medium Hitler stand der Orden von Thule, in der Diktion des Okkultismus eine Energiegemeinschaft, eine magische Zentrale. Er wurde offenkundig von etwas anderem angetrieben als von dem, was er selbst darstellte. Von einem Gedanken, der viel größer war als das, was sein eigenes Gehirn zu produzieren imstande war.“

Hitler: „‚Haben Sie gesehen, wie die Masse zusammenströmt, wenn sich zwei auf offener Straße prügeln? Grausamkeit imponiert. Grausamkeit und rohe Kraft.'“

[A], beides S. 113

 

Hitler nach der Nacht der langen Messer (Tötung der SA-Führung nach dem Röhm-Putsch):
„‚Mich hat keine der Entwicklungen überrascht. Ich werde mit derselben unerschütterlichen Gewißheit das gigantische Ziel unserer Revolution erreichen […] und wer sich meinen Anordnungen nicht fügt, der wird vernichtet. Nicht erst, wenn seine Aufsässigkeit bereits sichtbar und in aller Welt Munde ist, sondern wenn ich auch nur den Verdacht einer Insubordination habe. Ich gehe unbeirrt und unberührt meinen Weg!‘
Und um an anderer Stelle zu sagen:
‚Jede Tat ist sinnvoll, selbst das Verbrechen […] Der Ausdruck Verbrechen stammt noch aus einer überwundenen Welt. Es gibt positive und negative Aktivität. Jedes Verbrechen steht turmhoch über der bürgerlichen Regungslosigkeit.‘
Getrieben von einer furchtbaren, nervösen Angst, nicht zum Ziel zu kommen, seine ihm von der ‚Vorsehung‘ aufgetragene Aufgabe nicht erfüllen zu können, trieb es Hitler rastlos umher. Noch lange war er nicht soweit, um den Menschen die wahre Religion zu offenbaren, in deren Namen die Magier des Dritten Reiches angetreten waren, um die Dinge von oben nach untern zu kehren, um Platz für die Auserwählten zu schaffen.
Für die Priesterschaft des okkulten Reiches von Thule freilich galten ohnedies keine irdischen Gesetze. Um das große Ziel eines neuen menschlichen Evolutionssprunges zu erreichen, war jedes Mittel recht und erlaubt:
‚Es gehört die ganze Borniertheit dieser überlebten Klassen dazu, um sich darüber zu entrüsten, daß wir uns nicht an die Gepflogenheiten und Übereinkünfte des politischen Lebens halten. Ich erkenne kein Moralgesetz in der Politik an. Politik ist ein Spiel, in dem jeder Trick erlaubt ist und in dem die Spielregeln je nach Geschicklichkeit der Spieler sich ständig ändern.'“

[A], S. 114

 

„Wer das Parteiprogramm wörtlich verstehe, äußerte sich Hitler einmal, und nicht bloß als den großen Prospekt im Hintergrund der Bühne, der möge bei den einfältigen Seelen bleiben. Wie man weiß, sollte der Orden, in den die nationalsozialistische Bewegung nach Ansicht Rosenbergs übergehen sollte, nicht unbedingt etwas mit dem Großteil der Parteigenossen zu tun haben. […]
‚Ich werde dieses Programm nie ändern‘, sagte Hitler, ‚und es ist für die Masse berechnet.‘ Es zeige die Richtung einiger ‚Bestrebungen des Nationalsozialismus an, nicht mehr und nicht weniger. ‚Es ist wie das Dogma der Kirche. Erschöpft sich die Bedeutung der Kirche in ihren Dogmen oder nicht vielmehr in ihrer Tätigkeit mitsamt dem Ritus?‘
Die Masse, so Hitler, braucht etwas für die Phantasie, und sie braucht feste und bleibende Lehrsätze. Nur die Eingeweihten wissen, wo es langgeht. Sie mochten die gutgläubigen Nationalsozialisten und mehr oder weniger reinrassigen Arier noch während des Krieges daran glauben, sie kämpften für die Zukunft der deutschen Nation. Aber Hitler, der Mann aus Thule, war über derlei Engstirnigkeit längst hinaus, als so mancher Deutsche an ein tausendjähriges Reich des Friedens geglaubt haben mochte:
‚Der Begriff der Nation ist leer geworden. Ich habe mit ihm aus zeitgeschichtlichen Gründen noch beginnen müssen […] Der Tag wird kommen, an dem von dem landläufigen Nationalismen nicht viel übriggeblieben sein wird, auch bei den Deutschen nicht.'“

[A], S. 121 – 122

 

„Heinrich Himmler war in diesem Zusammenhang um eine Spur deutlicher. Er meinte, es sei höchst gleichgültig, ob sich die Vorgeschichte der germanischen Stämme so oder so abgespielt habe: ‚Die Wissenschaft geht von Annahmen aus, die alle paar Jahre wechseln. Es spielt daher keine Rolle, wenn die Partei heute eine Annahme als Ausgangspunkt bestimmt, auch wenn sie zunächst den zeitüblichen wissenschaftlichen Anschauungen zuwiderläuft. Worauf es einzig und allein ankommt und wofür die Leute bezahlt werden, sind geschichtliche Vorstellungen, die unserem Volk den notwendigen Nationalstolz stärken. Wir haben bei diesem ganzen zweifelhaften Betrieb nur das einzige Interesse, daß wir das, was wir als Zukunftsbild für unser Volk hinstellen, in seine Vergangenheit hineinprojizieren“

[A], S. 122

 

„Rauschning zitiert Hitler: ‚Dann aber gewährt es uns auch einen besonderen heimlichen Genuß, zu sehen, wie die Leute um uns herum sich gewahr werden, was mit ihnen wirklich geschieht! […] Sie starren gebannt auf ein paar Äußerlichkeiten, auf Besitz und Einkommen und Rang und überkommene Begriffe. Inzwischen sind sie selbst aber in einen neuen Zusammenhang geraten, eine gewaltige Ordnungskraft hat sie in ihren Bann geschlagen. Sie haben sich selbst gewandelt.‘
Und an anderer Stelle: ‚Ich weiß natürlich so gut wie alle diese neunmalklugen Intellektuellen, daß es im wissenschaftlichen Sinn keine Rasse gibt. Ich als Politiker brauche einen Begriff, der es erlaubt, die bisher auf geschichtliche Zusammenhänge beruhende Ordnung aufzulösen und eine ganz neue, antihistorische Ordnung zu erzwingen und gedanklich zu unterstützen. Ich muß die Welt von ihrer historischen Vergangenheit befreien. Die Nationen sind die manifeste Form unserer Geschichte. Also muß ich diese Nationen in eine höhere Ordnung umschmelzen, wenn ich den Wust einer absurd gewordenen geschichtlichen Vergangenheit abstreifen will. Und dafür ist mir der Rassebegriff gut. Er löst das alte auf und gibt die Möglichkeit neuer Verbindungen. Mit dem Begriff der Nation hat Frankreich seine große Revolution über seine Grenzen geführt. Mit dem Begriff der Rasse wird der Nationalsozialismus seine Revolution bis zur Neuordnung der Welt durchführen […] Und ich werde durch ganz Europa und durch die ganze Welt diese neue Auslese in Gang bringen, wie sie in Deutschland der Nationalsozialismus darstellt. In jeder Nation, der ältesten und festgefügtesten, wird sich der Zersetzungs- und Umschichtungsprozeß abspielen.'“

[A], S. 122 – 123

 

Über die Auslandsdeutschen:
„Sie wurden im Namen der Herrenrasse in jenen Riesenapparat gepreßt, der nach Hitlers Konzept des Psychokrieges schon vor einem eventuellen Krieg die betreffenden Länder von innen her zermürben sollte.“

[A], S. 123 – 124

 

„Und eben weil es ein Kampf der Götter, ein Kampf der Götter aus der grauen Vorzeit der hyperboreischen und atlantischen Riesen gegen den Gott der Bibel, den Gott des christlich-jüdischen Abendlandes war, mußten es zunächst und zuallererst […] sein, die der ‚Goldenen Dämmerung‘ der neuen Zeit zum Opfer gebracht wurden. Wie schon Crowley geiferte: „Erbarmen laß beiseite, verdamme die Mitleidigen! Töte und foltere, schone nicht! Tritt die Heiden nieder, komme über sie, o Krieger, ich will dir ihr Fleisch zu essen geben!‘
Es kommt der Wahrheit wohl ziemlich nahe, was der bereits zitierte Alfons Rosenberg im Zusammenhang mit der Begegnung Hitlers mit dem Abgesandten des Crowleyschen Geheimordens ‚SS‘ (Argenteum Astrum, auch Silver Star) vermutet: ‚Die entsetzlichen Vorgänge in den Konzentrationslagern muten wie die Realisationen des Crowleyschen Satanismus an.'“

[A], S. 136 – 137

 

Dieses Zitat wurde sicherheitshalber aus rechtlichen Gründen verkürzt (wie im Zitat vermerkt). Komplette Aussage -> Original

„Auf einem vorspringenden Felsen hoch über dem kleinen Fluß Alme erhebt sich in der Nähe von Paderborn in Westfalen die Wewelsburg in wuchtiger Dreiecksform über der Landschaft. Einst hauste hier der Raubritter Wewel von Büren, später war diese einzige Höhenfeste Westfalens Zufluchtstätte der Paderborner Bischöfe. Nun dient sie anderen Zwecken: ‚Sie war sozusagen das große SS-Kloster‘, schreibt Walter Schellenberg in seinen Erinnerungen, ‚wohin der Ordensgeneral einmal jährlich das Geheimkonsistorium einberief. Hier sollten alle, die zur obersten Ordensführung zählten, geistige Exerzitien und Konzentrationsübungen abhalten. In dem gr0ßen Versammlungsssaal besaß jedes Mitglied einen bestimmten Sessel mit einem Silberblättchen, auf dem sein Name eingraviert war.‘
Dort saß die Tafelrunde des Schwarzen Ordens, dort saßen die Auserwählten, ‚ein ganz kleiner, aus hochstehenden Persönlichkeiten und SS-Führern bestehender Kreis, der über die wesentlichen Theorien und Ziele im Bilde war‘, wie Karl Poetel […] schreibt. ‚Die Mitglieder der verschiedenen untergeordneten Trupps erfuhren nur Bruchstücke davon.'“

[A], S. 137

 

„[…] Heinz Höhne […]:'[…] Die Jesuiten gründeten im 17. Jahrhundert unter den Indianern Paraguays einen eigenen Staat, der sich weltlicher Oberhoheit entzog – die SS des Zweiten Weltkriegs träumte von einem SS-Staat außerhalb des Großdeutschen Reiches, dem SS-eigenen Reichsland Burgund mit autonomer Regierung, Armee, Verwaltung und einer Gesandtschaft in Berlin.‘
Tatsächlich verkündete Himmler im März 1943: ‚Auf der Friedenskonferenz wird die Welt erfahren, daß das alte Burgund wieder auferstehen soll, dieses Land, das einst die Heimat der Künste und der Wissenschaft war und das Frankreich auf den Rang eines in Weinessig konservierten Blinddarms herabgedrückt hat. Der souveräne Staat Burgund mit seiner Armee, seinen Gesetzen, seinem Münz- und Postwesen wird der Modellstaat der SS sein. Er wird die französische Schweiz einbeziehen, die Pikardie, die Champagne, die Franche-Comté, den Hennegau und Luxemburg. Die offizielle Sprache wird selbstverständlich die deutsche sein. Die nationalsozialistische Partei wird keinerlei Rechte in diesem Staat ausüben. Einzig und allein die SS wird herrrschen, und die ganze Welt wird starr vor Stauen sein über diesen Staat, in dem die Weltanschauung der SS in die Praxis umgesetzt werden soll.‘

So weit kam es freilich nicht, der Gang der Ereignisse hat verhindert, daß sich die SS vollends zu einer staatsführenden Glaubensgemeinschaft mit souveränen Übermenschen umgewandelt hat, starr vor Staunen war die ganze Welt einschließlich der Deutschen aber auch so.
Vorbild für die Struktur des SS-Ordens waren freilich nicht nur die Jesuiten – abgesehen davon, daß die Doktrin des Gehorsams und der blinden Unterwerfung als Kernelement eines Ordens keine exklusive jesuitische Angelegenheit war. Dies ist etwas, was sich auch heute noch zum Beispiel im Ashram des Hitler- und Gurdjieff-Verehrers Bhagwan Shree Rajneesh findet, der in einem Gespräch mit einem Spiegel-Reporter Folgendes sagte: ‚Es geht darum, sich selbst loszuwerden. Es geht um ‚total surrender‘, um Hingabe, Selbstaufgabe, Unterwerfung. Es geht um Verzicht auf den eigenen Verstand, auf das eigene Urteil, auf alles worauf menschliche Freiheit sich gründet.‘
[A], S. 140

=> Es sei darauf hingewiesen, daß die letzte Aussage so nicht von einem Nationalsozialisten stammt. Interessant ist hier diese Äußerung eines Hitlerverehrers allerdings allemal.

 

„Die Nationalsozialisten holten sich die organisatorischen Formen, wo sie erfolgreich erprobt waren: bei den Okkultisten, bei den Freimaurern, bei der katholischen Kirche, bei den Jesuiten und bei den Juden zugeschobenen ‚Protokollen der Weisen von Zion‘. So sagt Hitler selbst zu Herrmann Rauschning:
‚Ich habe die revolutionäre Technik bei Lenin und Trotzki und andern Marxisten studiert. Ich habe bei der katholischen Kirche wie bei den Freimaurern Einsichten gewonnen, die ich nirgendwo anders hätte erfahren können [….] Vor allem habe ich von den Jesuiten gelernt. Übrigens tat das Lenin auch, soviel ich mich erinnere. Etwas Großartigeres als die hierarchische Ordnung der katholischen Kirche hat es bisher auf der Welt noch nicht gegeben. Ich habe vieles unmittelbar auf die Ordnung meiner Partei übertragen. Fast zweitausend Jahre Bestand unter den wechselnden Schicksalen, das will etwas bedeuten!‘
[…]
Diese Aussagen aber bestätigen, daß der jesuitische Aufbau des SS-Ordens keineswegs eine exklusive Idee Heinrich Himmlers war, sondern aus einem allgemeinen Ordnungsbegriff der Thule beziehungsweise der nationalsozialistischen Bewegung war. Hitler konnte Rauschning gegenüber gar nicht aufhören zu schwärmen:
‚Die katholische Kirche ist vor allem vorbildlich wegen ihrer ungemein klugen Taktik und Menschenkenntnis, wegen ihrer weisen Einbezeihung menschlicher Schwächen in die Führung der Gläubigen. So habe ich mich bei der Behandlung unseres Programms als der ein für allemal gültigen Verfassungsurkunde unserer Partei strikte an die Art gehalten, wie die Kirche ihre ehrwürdige Bekenntnisurkunde behandelt hat. Sie hat nie daran herummodeln lassen. Sie hat alle Wünsche der wechselnden Zeit, alle Angriffe logischer Kritik gegen die einmal gültige Formulierung über anderthalb Jahrtausende zurückzuweisen vermocht. Sie wußte, daß man alles einer solchen Urkunde anhängen kann, das Widerspruchsvollste und Entgegengesetzteste. Das verträgt das Volk der Gläubigen, das niemals Widersprüche auf logische Weise hinnimmt.‘
Die Freimaurei (sic!) begeisterte Hitler desgleichen, und er fand sie ebenso nachahmungswürdig: ‚Ich glaube natürlich nicht im Ernst an die abgrundtiefe Bosheit und Schädlichkeit dieser inzwischen verspießerten und in Deutschland immer harmlos gewesenen Vereinigung zur gegenseitigen Beförderung der eigenen Interessen. Ich habe mir sehr genau Bericht erstatten lassen. Nun, was da von angeblichen Greueln zutage kam, von Skeletten und Totenköpfen, Särgen und geheimnisvollen Zeremonien, das ist alles Kinderschreck. Aber eins ist das Gefährliche und das ist auch dasjenige, was ich von den Freimaurern übernommen habe: Sie bilden eine Art Priesteradel. Sie schließen sich durch besondere Bräuche ab. Sie haben eine Geheimlehre entwickelt, die keine einfach formulierte Lehre ist, sondern in Symbolen und geheimnisvollen Riten stufenweise höhere Einsicht gewährt. Der hierarchische Aufbau und die Erziehung durch Symbole und Riten, das heißt ohne den Verstand zu behelligen, sondern durch Befruchtung der Phantasie, durch magische Einwirkung von kultischen Symbolen: das ist das Gefährliche und Große und von mir Übernommene. Sehen Sie nicht, daß unsere Partei etwas ganz Ähnliches sein muß? Ein Orden, die hierarchische Ordnung eines weltlichen Priestertums. Aber das bedeutet natürlich, daß es nicht etwas Ähnliches von anderer Seite geben darf. Entweder wir oder die Freimaurer oder die Kirche. Aber niemals zwei nebeneinander. Das schleßt sich aus […] darum werden wir beide beseitigen, die Kirche und die Freimaurer.‘
Alles das war im Schwarzen Orden konsquent verwirklicht: Er hatte seine Hierarchie, seine magischen Symbole, seine Rituale, seine Zeremonien, seinen eigenen Kult.“

[A], S. 141 – 142

 

Aus dem Video „The Last nazis 3 Children of the master race“ zur nationalsozialistischen Lebensborn-Einrichtung:

URL: https://www.youtube.com/watch?v=wcOCILT40Dw

Ein Lebensborn-Kind Folker als Erwachsener: Folker Heinecke; 7:27 – 7:58
<<Aller [? – wort schwer verständlich] Gewalt praktisch, also alles unter Zwang. Essen, trinken, schlafen unter Zwang. Alles krachen und biegen und brechen, und das Menschliche ist immer nur auf der Strecke geblieben. Wenn wir keine Angehörigen haben dann bleibt nur eines übrig und das ist der Staat, das Volk […] ich heiße ja auch Volker, Volk […] ich gehöre allen […] ich soll für alle da sein.>>

Guntram Weber, Lebensborn-Kind: 8:00 – 8:51
<<Imagine 30 babies in one room, where the nurses are instructed not to answer signals from the babies. As a baby you would utter certain desires: the desire to be fed, the desire to be clean, the desire […] for warmth, for cuddling, for whatever. Your desires would not be answered. And that was […] program. That was not just that […] you know, forgotten. It was a program to break your will. Once you have broken a persons will you can install your own order.>>

 

 

 

Zitate aus dem Buch „Die SS“:

<<Der erste Ottone spielte für den SS-Chef aus „historischen Gründen“ eine Schlüsselrolle. Mit seinen Ostsiedlungen und seinem vermeintlichen Widerstand gegen die Reichskirche habe er den Weg gewiesen für die „germanische Wiedergeburt“, die nun, 1000 Jahre später, endlich stattfinde.>>

<<Wir dürfen annehmen, dass auch der in Hunderten von Kirchgängen sozialisierte Himmler im Gefühl eines feierlichen Hochamts schwelgte. Seine schwülstige Ansprache passte ins Bild: „So sind wir angetreten und marschieren nach unabänderlichen Gesetzen als ein nationalsozialistischer, soldatischer Orden nordisch bestimmter Männer und als eine geschworene Gemeinschaft ihrer Sippen den Weg in eine ferne Zukunft.“ Es war das typische Zukunftsszenario seiner Reden, verschwommen und unklar, ohne feste Zielumschreibung. Ob er aus den Ausgrabungen von primitiven bronzezeitlichen Siedlungen eine urdeutsche Hochkultur konstruieren kieß, die den Anspruch auf neuerliche Weltherrschaft rechtfertigen sollte, oder ob er veranlasste, für gefallene SS-Offiziere Totenburgen nach prähistorischen germanischen Vorbildern zu skizzieren – seine Zukunftsvisionen waren Interpretationen einer missverstandenen Vergangenheit, Rückbesinnung auf geschnitzte Ahnen. Himmler wiederholte die Zeremonie in Quedlinburg ein Jahr darauf bei der „Grablegung“ der Gebeine Heinrichs I.>>

[B], beides S. 100

 

<<Es spricht für die Macht der Massensuggestion in jener Zeit, dass Himmlers blasphemische Ersatzreligion so viele Anhänger fand. Liturgische Elemente christlicher Gottesdienste wurden schamlos adaptiert und ins „Germanische“ transferiert. Im Nachlass des „Reichsführers“ fand sich etwa eine Umdichtung des Vaterunser nach sächsisch-irministischer Naturreligion.>>

[B], S. 101 – 102

 

<<Tausende von Kindern empfingen nach diesen Regeln die SS-Namensweihe – anstelle der christlichen Taufe. In der Mitte des Weiheraums stand dabei ein hakenkreuzgeschmückter Altar mit einem Porträt Hitlers als „neuem Christus“. Hinter dem Altar wachten drei SS-Männer in Kampfuniform, flankiert von Feuerschalen und „Lebensbäumen“. Während das Kind, unmittelbar vor dem Hitler-Altar liegend, die Zeremonie über sich ergehen lassen musste, trugen die Feiergäste im „Sprechchor“ Passagen aus Hitlers „Mein Kampf“ vor. Nirgends wurde der totale Verfügungsanspruch auf Körper und Seele der Menschen symbolhafter dargestellt als in diesem SS-Ritual. Ob zu den Sommersonnenwenden, die mit Vorliebe an „magischen“ Orten wie den Externsteinen bei Paderborn gefeiert wurden, ob zu SS-Hochzeiten, Totenfeiern, zu Hitlers Gebutstag oder zum Julfest, das im Winter Weihnachten ersetzen sollte – Himmler vertraute auf die Wirkung und die spirituelle Kraft von kultischen Zeremonien für den Zusammenhalt seiner Truppe. Von KZ-Häftlingen ließ er die Weweslburg im Ostwestfälischen zum Kultzentrum ausbauen, mit einer Krypta für gefallene SS-Offiziere und einem marmorvertäfelten Festsaal. Der Krieg verhinderte die Inbetriebnahme, doch Baupläne und Modelle zeigen, wie Himmler nach dem „Endsieg“ hier den spirituellen Mittelpunkt seines schwarzen Ordens aufbauen wollte. Rund um die eher kleine Burg sollte eine gigantische kreisförmige Anlage entstehen – eine Art SS-Vatikan als zentrale Weihe- und Verwaltungsstätte einer „neuen Sittlichkeit“.
Deren Kernbotschaft wurde Himmlers Männern zu jeder Gelegenheit eingehämmert. Mit Reden, Broschüren und Unterrichtsstunden arbeitete die SS permanent an der „Weltanschauung“ ihrer Angehörigen. Nicht der Einzelne und seine Glückserwartung sollten im Zentrum des „neuen Denkens“ stehen, sondern das Wohl des Volkes, der Rasse. Jeder SS-Angehörige sollte sich nur als Glied einer Kette zwischen Vorfahren und Erben auffassen. „Wir neigen uns in Erfurcht vor den Ahnen“, hieß es beispielsweise in Himmlers Vorschriften für Ansprachen auf Julfeiern im Dezember, „deren Blut als Auftrag und Verpflichtung in unseren Adern kreist.“ Danach antworteten alle Anwesenden wie bei einer Fürbitte: „Ihr Licht soll leuchten.“ Die Ansprache wurde dann weitergeführt. „Die Sippe bindet den Mann an die Pflicht, das Erbe zu wahren. Der Sinn des Seins ist die Entfaltung des Erbes zur Frucht.“ – „Ihr Licht soll leuchten.“ – „Wir selber werden einst Ahnen sein. Unsere Kinder sind Zeugen unserer Zucht und unseres Wesens. Und unsere Enkel werden Künder unserer Größe sein.“ – „Ihr Licht soll leuchten.“ Kern dieser totalitäten Botschaft war die Aufgabe jeder Individualität, jeder persönlichen Freiheit: „Du bist nichts, dein Volk ist alles.“  Die Bereitschaft allzu vieler, dieser Kollektivierung im Zeichen des Hakenkreuzes zu folgen, bildete den bemerkenswert haltbaren Kitt der Hitler-Diktatur. Sie war aber auch die Voraussetzung für die Rekrutierung von Personal für den Massenmord. Wenn der „Rechsführer SS“ später in Reden den Holokaust als „schwersten Dienst für Volk und Vaterland“ verbrämte, dann reflektierte das die grausig verzerrte Perspektive der SS. Mord als „Dienst“ für die Rasse – […]>>

[B], S. 102 – 103

 

<<Ein besonders eklatantes Beispiel ist das Todesurteil gegen seinen eigenen Neffen, den SS-Obersturmführer Hans Himmler. Dieser hatte betrunken SS-Dienstgeheimnisse ausgeplaudert, war zum Tode verurteilt und dann zur Bewährung als Fallschirmjäger „an die Front“ begnadigt worden. Wegen „abfälliger Äußerungen“ wurde er jedoch erneut verhaftet und schließlich 1941 als Homosexueller im KZ Dachau auf Himmlers persönlichen Befehl erschossen. Damit wollte der „Reichsführer“ wohl seinen Sinn für „Anstand“ und Unbestechlichkeit demonstrieren – keine Schonung für Familienangehörige, keine Vetternwirtschaft. Wahrscheinlich hätte er wirklich seine Mutter erschossen, wenn es ihm von Hitler befohlen worden wäre.>>

[B], S. 105

=> Interessant: wer sich abfällig äußert, wird für die Nationalsozialisten zum Homosexuellen. Das war sicher eine einfache Methode, sich eines Kritikers zu entledigen. Da stellt sich schon die Frage, wieviele der von den Nazis in KZs deportiere „Homosexuelle“ tatsächlich homosexuell waren… Und bei Dienstpflichtverletzung gibt es selbstverständlich die Todesstrafe – ist doch klar! (wie das alles in einer Dikatur ja nicht unüblich ist …)

 

<<Der „Reichsführer“ ließ nie locker, seine seltsame Weltsicht doch noch wissenschaftlich untermauern zu lassen. Schon 1935 hatte er den Verein „Ahnenerbe e.V.“ gegründet, der „Raum, Geist, Tat und Erbe des nordrassischen Indogermanentums“ erforschen sollte – als „lebendige Waffenschmiede“ gegen jene Mächte, die das Germanentum bedrohten. „Ahnenerbe“ entwickelte sich unter seinem Präsidenten Himmler zum Sammelbecken für allerlei obskure Pseudowissenschaften. Bei Kriegsende umfasste der Verein mehr als 40 Abteilungen. Verbrecherische Menschenversuche an Häftlingen gehörten genauso zu seinem Betätigungsfeld wie vergleichsweise harmlose „Volkstumsforschung“ in Südtirol. Zur Schlüsselfigur in Himmlers verschrobenem Vergangenheitskult wurde ein geheimnisvoller Exoffizier der österreichisch-ungarischen Armee. Karl Maria Wiligut bediente wie kein Zweiter seine Sehnsucht nach Utopischem, Romantischem und Okkultem. 1933 wurden die beiden ungleichen Männer einander vorgestellt. Wiligut war da schon 67 – doppelt so alt wie Himmler – und hatte, wie sich erst später herausstellen sollte, fast drei Jahre in einer Salzburger Nervenheilanstalt verbracht. Er erzählte dem SS-Chef von seiner angeblichen Gabe der „Erberinnerung“, die ihm erlaube, das Wissen längst vergangener Generationen abzurufen. Demnach sei er der letzte Abkömmling einer langen Reihe germanischer Weisen aus der Sippe der „Uligoten“. Seine Erinnerung bestätige, dass die Bibel eigentlich in Deutschland geschrieben worden sei und dass die germanische Frühgeschichte bis in die Zeit um 228 000 vor Christus zurückreiche. Damals hätten noch „drei Sonnen“ am Firmament gestanden, und die Erde sei von „Riesen und Zwergen“ bewohnt worden. Jeder andere Zuhörer, ob mit Abitur und Studienabschluss wie Himmler oder ohne, hätte wohl längst dankend abgewinkt oder einen Arzt gerufen, doch der SS-Chef war geradezu entflammt. Er stellte Wiligut umgehend als Abteilungsleiter seines „Rasse- und Siedlungshauptamts“ in München ein.>>

[B], S. 107 – 108

 

Diktatur und Polizeistaat:
<<„Die Polizei muss allgegenwärtig sein, um jede Störung der gesetzlichen Ordnung im Reich zu vermeiden bzw. zu unterdrücken, selbst wenn keine ausdrückliche Gesetzesverletzung vorliegt – oder noch nicht.“ Dr. Werner Best, stellvertretender Leiter des Preußischen Geheimen Staatspolizeiamts>>

[B], S. 152

 

<<Hitler, noch lange aufgebracht über Heydrichs Tod, spielte anfangs mit dem Gedanken, Obergruppenführer Erich von dem Bach-Zelewski, den späteren Chef der deutschen „Bandenkampfverbände“, der sich in Russland einen Ruf als besonders rücksichtsloser Vollstrecker erworben hatte, zu Heydrichs Nachfolger zu bestimmen. Von dem Bach-Zelewski biete „die Gewähr, dass er noch schärfer und brutaler als Heydrich durchgreifen und ohne jede Hemmung durch ein Meer von Blut waten“ könne. Die Tschechen sollten merken: „Wenn sie einen abschießen, so kommt sofort immer wieder ein noch viel schlimmerer.“ Aber Hitler übte auch Kritik an Heydrichs Verhalten: „Heroische Gesten“, wie im offenen ungepanzerten Wagen zu fahren oder in Prag ohne Sicherung zu Fuß durch die Straßen zu gehen, seien „Blödsinn“, welcher der Nation nichts nütze. Wo es nicht unbedingt sein müssen, dass sich ein „so unersetzbarer Mann“ wie Heydrich der Gefahr aussetze, könne er das nur als „Dummheit oder reinen Stumpfsinn“ verurteilen. Männer vom „politischen Format Heydrichs“ müssten sich darüber im Klaren sein, dass ihnen wie „einem Wild aufgelauert“ werde.>>

[B], S. 196 + 198

 

<<Traurige Berühmtheit als Symbol für die sinnlose Vergeltung an Unschuldigen sollte der Name eines kleinen Ortes erlangen: Lidice. Die Bewohner hätten angeblich die Attentäter unterstützt, hieß es. In den frühen Morgenstunden des 9. Juni umstellten Sicherheitspolizisten die Häuser. Den Einwohnern wurde gesagt, sie sollten zu Verhören in die Schule gehen, und es werde ihnen nichts passieren. Auf dem Weg zur Schule wurden die 172 Männer des Dorfes „ausgesondert“ und anschließend erschossen. Die 195 Frauen des Ortes verschleppte die SS in das KZ Ravensbrück. Kaum eine von ihnen überlebte. Ihr Dorf wurde nach dem Massaker dem Erdboden gleichgemacht.>>

[B], S. 199

 

<<„Meine Herren, wenn je nach uns eine Generation kommen sollte, die so schlapp und so knochenweich ist, dass sie unsere große Aufgabe nicht versteht, dann allerdings ist der ganze Nationalsozialismus umsonst gewesen. Ich bin im Gegenteil der Ansicht, dass man Bronzetafeln versenken sollte, auf denen festgehalten wird, dass wir den Mut gehabt haben, dieses große und so notwendige Werk durchzuführen.“ Odilo Globocnik, SS- und Polizeiführer von Lublin>>

[B], S. 204

 

<<„Es ist gut, wenn uns der Schrecken vorangeht, dass wir das Judentum ausrotten.“ Adolf Hitler am 25. Oktober 1941 im „Führer“-Hauptquartier>>

[B], S. 205

 

<<„Die SS-Leute waren wie Roboter. Jeder Jude nahm sich vor der SS in Acht, denn von denen war keiner gut.“ Morris Venezia, griechischer Jude in Auschwitz>>

[B], S. 206

 

<<Der weibliche Nachwuchs durchlief nach gründlicher Vorauswahl einen „Lehrgang für SS-Aufseherinnen“. Auch hier gab es Fächer wie „Weltanschauliche und nationalpolitische Ausrichtung“, „Dienstkunde und Bewährung im Einsatz“ oder „Persönliche Haltung und Führung“. Gefangene berichten, dass die meist jungen SS-Schülerinnen während ihrer Ausbildung zu hemmungsloser Rücksichtslosigkeit und offener Gewaltausübung angehalten wurden.
Zwischen 1942 und 1945 wurden mehr als 3000 Frauen in die SS aufgenommen und nach Vorstellung ihres „Reichsführers“ zu einem „wirklich glüubigen von der nationalsozialistischen Weltanschauung und vom Geiste der SS durchdrungenen weiblichen SS-Korps“ erzogen. Brutales Verhalten war auch hier der Schlüssel zum Aufstieg. Nanda Herbermann, Überlebende des Frauenlagers Ravensbrück, sagt: „Die ‚Bewährtesten‘, das waren meist die brutalsten von ihnen.“ Beispiele solcher „Karrierefrauen“ waren Maria Mandel und Else Erich. Erstere dienten von Oktober 1942 bis zur Evakuierung im Januar 1945 als Oberaufseherin im KZ Auschwitz-Birkenau, Letztere verrichtete die gleiche Tätigkeit seit Oktober 1942 im KZ Lublin-Majdanek. Beide wurden nach dem Krieg wegen besonderer Grausamkeit verurteilt und hingerichtet.>>

[B], S. 216

 

 

Da der anderen Opfer des Nationalsozialismus immer wieder groß und breit wahrnehmbar gedacht wird soll an dieser Stelle insbesondere auch auf die deutschen Opfer der nationalsozialistischen Dikatur hingewiesen werden.

Abschließend möchte ich noch darauf hinweisen, daß eine nationalstaatsbasierende europäische Ordnung möglich ist, in der Kriege vermieden werden, wenn man Extremismus nicht zuläßt, wenn die Bevölkerung direkte Demokratie leben kann und somit selbst die Gesetzeswelt des eigenen Staates mitgestalten kann – auch initiativ ! – und daß ein europäischer Friedenserhaltungspakt die EU komplett ersetzen könnte und sollte! Weltherrschaftsbedürfnisse und Imperialismus haben bisher immer nur Krieg, Not und Ungemach gebracht – manchen steht vielleicht der Sinn danach, mir jedenfalls nicht. Man darf nie vergessen: die absolut überwiegende Mehrheit der Menschen (> 90 %) ist immer für Frieden und immer gegen Krieg. Es ist immer nur eine Minderheit (< 5 %) die Krieg wollen und die Zustände für die Mehrheit verschlechtern. Deshalb ist eine Direktdemokratisierung und eine Aufforderung zur Übernahme der Verantwortung durch den Demokratiebürger unausweichlich. Sie wissen: wer in der Demokratie schläft, wacht in der Diktatur wieder auf – wie man es aktuell leider an der Entwicklung der EU beobachten kann.

 

Quellenverweis:

[A]: „Das schwarze Reich“, Untertitel „Geheimgesellschaften und Politik im 20. Jahrhundert“, E. R. Carmin, Wilhelm Heyne Verlag München, 1994 (Taschenbuchausgabe 1997)

[B]: „Die SS“, Untertitel „Eine Warnung der Geschichte“, Guido Knopp, 6. Auflage, vollständige Taschenbuchausgabe November 2003, Wilhelm Goldmann Verlag, München.

 

 

 

(Alle Links funktionstauglich am 27.12.2015.)

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