Zwang und Alltagsdiktatur – Das Kaum-Vorhandensein oder das De-facto-Nicht-Vorhandensein der Meinungsfreiheit

Wenn man sich die Geschichte ansieht, so ist eine Meinungsfreiheit in sozialen Systemen kaum anzutreffen. Die meisten, wenn nicht alle, Gesellschaften und Kulturen haben ihre Tabus oder auch gesetzliche oder auch religiöse oder „neureligiöse“ (ideologische) Denk- und Sprechverbote.

In manchen Kulturen werden die Aussprecher von unerwünschten Aussagen (auch wenn sie in anderen Kulturen als noch so harmlos betrachtet werden würden, man dort darüber lachen würde oder man darüber einfach diskutieren würde oder man andere Sichtweisen als wissenschaftliche Herausforderung betrachten würde) gesteinigt, gedroschen, ausgepeitscht, verbrannt, sonstirgendwie zu Tode gefoltert oder zu Tode gebracht, diskreditiert (wenn gemeinschaftlich betrieben = Mobbing – ein Angriff durch einen denk- und freiheitsfeindlichen Mob), verspottet oder mit einer Spottmaske versehen (z. B. Pranger), …

Das dürfte soetwas wie der böse Geist sein, der hinter jeder Art von Kultur und Gemeinschaftsbewegung zu erkennen ist, der sich allgemein auch in verschiedensten Arten von Mobbing, negativem einschränkenden Gruppendrucks (d. h. sinnvolle Freiheiten verletzend) oder allgemein negativer einschränkender Gruppendynamik erkennen läßt und somit wohl als integraler Bestandteil der/einer Kultur im Allgemeinen betrachtet werden muß. Es handelt sich dabei also um ein integrales Gruppenphänomen aller Gruppen oder aller Arten von Gesellschaft.

Dieser „böse Geist“ des Zwangs und der Diktatur wirkt dem persönlichen Fortschritt und dem Fortschritt der Gruppe entgegen, da er freies Denken und sich-hinein-Begeben in Gedankenwelten verhindert, und hat eine konservierend-konservative Funktion. Vadim Zeland hat sich mit solchen und anderen Gruppenphänomenen auf beeindruckende und analytische Weise in seinen Transsurfing-Büchern auseinandergesetzt. Ich kann nur jedem empfehlen, diese Bücher zu lesen.

Diese Form von Zwangs- und Alltagsdiktatur läßt sich auch in wohl jeder Kultur ausmachen. In den westlichen Kulturen beispielsweise in der sog. „politischen Korrektheit“ – einem absoluten Diktaturinstrument. Ebenso wenn man beispielsweise in der mitteleuropäisch-deutschen Dorfkultur – teils auch körperlich – angegriffen wird, wenn man gewisse Tabu-Themen anrührt wie Unterhaltszahlungszwang (mit Gefängnisdrohung und Verschuldungszwang bei Arbeitslosigkeit und Einkommenshöhezwang) für Kinder = moderne Form von Sklaverei sowie ein praktisches Druckmittel üblicherweise von Frauen zur Zwangs- und Herrschaftsausübung gegenüber ihren Ehemännern bzw. Kindervätern. „Du willst ja nur nicht zahlen.“ Diese Thematik verdient einer näheren Betrachtung, auch wenn Sie JETZT NOCH für die Aufrechterhaltung dieser Gesetze sein sollten. Lesen Sie sich bitte diesen Artikel durch. Die klassische faschistoide Dorf-Druck-Kultur, die ihre Macht durch Druck, „Ausrichterei“ (sich in der Gruppe oder zu zweit über jemanden das Maul zerreißen), Gerüchte, Unterstellungen und erfundene oder veränderte Geschichten sowie gruppendynamischer Prozesse wie „wenn jetzt diese beiden gegen den sind, muß man sich auch dem Spott anschließen“ oder „entweder du gehörst dazu, oder du stellst dich selbst außerhalb der Gruppe und bist dann das Objekt der Betrachtung und des Angriffs“ entfaltet. Solche Verhältnisse kann man selbstverständlich auch in kleineren Städten oder in überschaubaren Gemeinschaften wie beispielsweise Vereinen oder auch in überschaubaren Stadtvierteln beobachten.

Des weiteren leben die Menschen „im Westen“ in einer offiziellen Demokratie, die praktisch nicht realisiert ist – wie man an den soeben gebrachten Beispielen erkennen kann ist diese weder gesellschaftlich realisiert noch ist sie im Sinne einer Volksherrschaft und einer Kultur der Diskussion und der Offenheit gegenüber Betrachtungsweisen die zu einer Diskussion anregen sollten realisiert. Vielmehr läßt sich in vielen Gemeinschaften eher eine Demokratieuntauglichkeit beobachten. Ganz abgesehen von mobbingorientierten „Zusammenhaltsgemeinschaften“ (und gelegentlich auch Gesetzesüberschreitungsgemeinschaften oder Menschenrechtsübertretungsgemeinschaften) welcher Ausrichtung auch immer (rechts, links, anders mafios, …). Ganz abgesehen von dieser Nichtrealisiertheit einer dennoch behaupteten Demokratie (ein Parteienherrschaftssystem ist keine Demokratie) gibt es allerdings die Diktatur im Leben von fast jedem in der Arbeitswelt. In der Arbeitswelt ist man von Demokratie meistens befreit und weit entfernt. Es gibt klare Anschaff- und Befolgungszwangsstrukturen. Dies mag auf der einen Seite berechtigt sein aus Sicht des eingebrachten Kapitals und des Rechts auf Gestaltungsfreiheit des eigenen Unternehmens, doch aus Sicht der Menschengerechtheit und der Bedürfnisse des Menschen ist dies für das praktische Leben der in Lohnabhängigkeit arbeitenden Bediensteten oftmals unbefriedigend oder gar schädigend – je nach Ausprägung. Abgesehen davon läßt sich darin auch eine gewisse – vielleicht auch geheimgehaltene – Zuneigung zur Diktatur, welche in der Gesellschaft offensichtlich noch eine gewisse Verbreitung haben dürfte, erkennen. (Möglicherweise ist diese auch auf Erziehung und kulturelle Prägung zurückzuführen.) D. h. die meisten Menschen sind in der Arbeitswelt – also in einer, in der sie sich fast täglich befinden und das meistens viele viele Stunden oder einen Großteil des Tages – mit Diktatur umgeben. Den einen stört das, den anderen nicht. Je nach der Vorgesetztenstruktur und den Charaktären der Vorgesetzten ist diese Diktatur stärker ausgeprägt oder weniger. Letztendlich könnte in diesem Umfeld eine Dikatur in erstaunlich hohem Maße ausgelebt werden und sich trotzdem noch innerhalb der Gesetze zu bewegen. Wenn die Menschen „im Westen“ nun tatsächlich eine Demokratie hätten – wie beispielsweise in der Schweiz – so können sie auf die Umstände Ihrer Lebensumgebung auch Einfluß nehmen. In jeder rein repräsentativen „Demokratie“ – oder besser gesagt „Parteienkratie“ – ist eine solche Einflußnahme hingegen weitgehend unterbunden, was wiederum bestätigt, daß es sich bei diesen Systemen um keine gut funktionierende Demokratie handeln kann. Des weiteren soll nicht verheimlicht werden, daß in diesen angeblich „freien Gesellschaften“ diktatorische Tendenzen eher im geheimen gelebt und praktiziert werden – und daß sich viele dieser Gesellschaften auf einem Weg in die Diktatur befinden:

Die in Entstehung befindliche EU-Diktatur (Beweise)

USA: FEMA-Camps

Weltweite Überwachung durch die USA und Five-Eyes

EU-Überwachungsprojekt INDECT

Geheime Überwachungstechnologien und die unbrechbare Diktatur von morgen

Soviel zur Alltagsdiktatur in der westlichen Gesellschaft und zur Meinungsfreiheit und der Freiheit des Individuums im propagierten „freien Westen“ oder „den freien Gesellschaften“.

Im allgemeinen wird diese „westliche Kultur“ als die freiheitsorientierteste der Welt betrachtet. Wenn man also hier bereits nur bedingt Freiheit und Schutz vor Diktaturunterworfenheit vorfinden kann, braucht man wohl die anderen Kulturen auf dieser Welt diesbezüglich keiner näheren Betrachtung zu unterziehen. Mir fiele zumindest keine Kultur ein, die freiheitsorientierter wäre. Außer eben die einzige mir bekannte direkte Demokratie der Welt – der Schweiz. Das heißt nicht, daß man in manchen Kulturen nicht auch relativ gut leben könnte – nur halt in einer Dikatur. Je nach Persönlichkeitstyp ist das mehr oder weniger akzeptabel, wenn man permanent überwacht wird, wenn man nicht sagen darf was man denkt, wenn man in seiner Handlungsweise unnatürlich eingeschränkt wird und einem sinnvolle Freiheiten nicht zugestanden werden. Wenn man zu Handlungen genötigt wird, die dem eigenen Gewissen und der eigenen Persönlichkeit widerstreben. Wenn man Schikane und Willkür unterworfen ist. Wenn man Geld zahlen muß, um seine gesetzlichen Rechte in Anspruch nehmen zu können (Korruption). U.s.w., u.s.f.

Was sagt dies wiederum über diese Welt aus? Und darüber, wie diese Welt designt ist? Was hat sich deren Architekt dabei wohl gedacht (so es einen solchen geben sollte, was m. E. sehr wahrscheinlich ist)?

Abschließen möchte ich diesen Text mit folgender Aufforderung:

Denken und Anstand vor Glauben und blinder Folgeleistung

 

 

Ähnliche Themen: Kultur, Religion und Erziehung als Basis-Mindcontrol

 

 

(Alle Links tauglich am 08.03.2015.)

Advertisements

Eine Antwort zu “Zwang und Alltagsdiktatur – Das Kaum-Vorhandensein oder das De-facto-Nicht-Vorhandensein der Meinungsfreiheit

  1. Ja, das ist der Herdentrieb, der da greift.Die meisten Menschen sind nicht fähig,sich außerhalb sozialer Gruppen zu bewegen.Andererseits lassen diese Gruppen in sich auch keine Kritik zu; tut man es doch, greift sofort Mobbing, und es folgt der Ausschluß aus der Gruppe.
    Habe ich mehrfach so erlebt und sogar bewusst ausgetestet 😉
    Es scheint so zu sein, dass der Mensch – derzeit ! – nicht fähig ist, außerhalb sozialer Gruppen zu existieren. Es gibt natürlich Ausnahmen, aber die breite Masse, das sogenannte „Volk“, von dem hier die Rede ist, kann das nicht und will es wohl auch nicht. Weil, Teil einer Gruppe zu sein, hat sehr große Vorteile.
    Nachteile sind Mobbing und Intoleranz gegenüber andersdenkenden.
    Tiefer greift bei so etwas die Angst, bzw. m.Meinung nach ist die Angst ursächlich für dieses menschliche Verhalten. Dazu habe ich auf meinem blog zwei Artikel geschrieben:
    https://suchenundsammelnodinsvolk.wordpress.com/2013/10/10/angst/
    https://suchenundsammelnodinsvolk.wordpress.com/2013/10/27/angst-zweiter-teil/

    Es greifen aber auch die Themen, die K. Lorenz in seinem Büchlein „Die acht Todsünden der zivilisierten Menschheit“ aufgegriffen hat, welches ich auch auf meinem blog besprochen habe. Zum Herdentrieb zählt unmittelbar die Indoktrinierbarkeit, die allergrößte Schäden in der Gesellschaft anrichtet. Weitergehend ist die „Religion“ als größter „Sinnstifter“ (Unsinnstifter) bestens geeignet, Menschen fehl-zuleiten und damit unfrei zu machen. Wer glaubt, weiß nicht, und ist nicht frei im Kopf. Tja und all diese führt zur Unfreiheit des Menschen. Innerhalb einer Gesellschaft, so mein Fazit, kann man nicht frei sein. Sie lässt es einfach nicht zu. Das ist vielleicht der Haupt-Fehler der sogenannten „zivilisierten Menschheit“. Denn Unfreiheit hat mit zivilisiertsein nichts zu tun.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s