Krieg

Jedem muß klar sein, daß jeder vernüntige und anständige Mensch Kriege ablehnt, da der Krieg der Sieg der Amoral gegenüber der Moral und Anständigkeit ist, da normale friedliche Menschen zum Töten von Fremden aufgerufen werden und die Aggression heutzutage zumeist fast ausschließlich an der Spitze der Staaten zu finden ist. Krieg tötet jegliches Recht, er überschreitet den Rechtsstaat und ersetzt das Recht durch das Recht des Stärkeren. Krieg ist neben Naturgewalten die größte Quelle von materiellem Schaden und menschlichem Leid. Krieg kann nicht die Interessen aller Menschen vertreten, sondern vertritt immer nur die Interessen von wenigen. Die Mehrheit darbt, wird verstümmelt oder stirbt. Kriege haben wohl mehr Leid für den Menschen und für die Natur weltweit verursacht als irgend etwas anderes (außer vielleicht massive Meteoriteneinschläge). Der Krieg ist aber vom Menschen gemacht und Menschen könnten Kriege verhindern. Krieg ist der Wahnsinn des menschlichen Machtrausches und der Gier. Krieg ist für den Einzelmenschen irrational, da er den Bedürfnissen der Masse widerspricht, rational für den, der sich was daraus verspricht. Krieg ist der menschliche Wahnsinn, eine Geistesstörung von machtbesessenen Individuen, denen sich andere mordlustige Geistesgestörte anschließen und die die Massen dazu treiben oder dazu zwingen, sich dem Massenmord, den Bluttagen, anzuschließen. Krieg ist für den rangniedrigen Soldaten die Möglichkeit, angestaute Aggressionen, die sich aus seinem gesellschaftlichen Leben zeitlebens ergeben haben, an anderen (zumeist unschuldigen) – ohne Verbot und von den eigenen Befehlshabern gewollt – oft auch ungestraft auszulassen. Die Gewalt, die Bedrohung und der Kampf selbst zwingen dann schon zur Gewalt und rechtfertigen dann allen anderen Menschen gegenüber das rechtsfreie Auszucken, das unter allen anderen Umständen als denen von Krieg völlig undenkbar und unmöglich und absolut verboten und abgelehnt wäre.

Krieg war früher mit Opfern an die Götter verbunden (z. B. Menschenopfer ausgeübt an Kriegsgefangenen). Vielleicht ist der Krieg selbst das noch immer: ein großes Blutopfer für Götter (oder andere Geistwesen wie Dämonen oder was auch immer). Zu Zeiten der Germanen bekämpften sich zwei Stämme, die oft zu den gleichen Göttern gebetet bzw. den gleichen Göttern geopfert hatten. Wem hatte der Gott seine Gunst gegeben? Dem mit den besseren, wohlgefälligeren oder „wertvolleren“ Opfern? In späteren Zeiten des Christentums bekämpften sich zwei christliche Parteien, die beide zum selben Gott beteten um Schlachtenglück und persönlichen Schutz. Zu wem hat dieser Gott dann geholfen?

Früher glaubten die Menschen, daß die Götter den Geist von Menschen verwirren können und Einfluß auf Menschen haben können. Wer weiß schon, woher dieser Wahnsinn des Krieges wirklich kommt?

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