Interessantes Buch zur FPÖ und Umfeld sowie Aktuelles

Eine weitere Buchempfehlung zur Aufklärung, was sich auf dieser Welt so tut – in diesem Fall mit einem besonderen örtlichen Naheverhältnis – nämlich was sich in Österreich so tut. (Für die Zutrefflichkeit der im Buch bzw. den Zitaten getätigten Äußerungen kann ich als Leser bzw. Zitierer selbstverständlich keine Garantie übernehmen.)

Bilden Sie sich – wie immer kritisch – ein eigenes Bild. Nochmals möchte ich klarstellen, daß ich mich von allen Extremismen distanziere, eben auch vom Nationalsozialismus und von ähnlichen Gruppierungen. Des weiteren wiederhole ich mich wieder einmal, indem ich wieder einmal sage, daß ich mich weder als Links noch als Rechts einstufen kann, da diese Zuordnung m. E. nicht den Demokraten, sondern nur den rechten und linken Extremisten, sowie deren Proponenten und Nutznießern, dient. Des weiteren sehe ich überhaupt keinen Grund, mich so weit einschränken zu lassen.

 

Zum Buch:

Autor: Hans-Henning Scharsach

Titel: „Strache“

Untertitel: „Im brauen Sumpf“

Verlag: Kremayr & Scheriau KG, Wien

 

Hier das Inhaltsverzeichnis:

Scharsach_1

Scharsach_2

Scharsach_3

Scharsach_4

Scharsach_5

 

Hier ein paar Zitate aus diesem Buch:

(Bemerkungen in eckigen Klammern stammen vom Autor dieses Artikels.)

 

Aus dem Kapitel „Grenzen der Geheimhaltung: Kaderschmiede für zwei Lager“ auf S. 77:

<<Die Liste der Vortragenden, die Burschenschaften zur „politischen Bildung“ des studentischen Nachwuchses einladen, liest sich wie ein „Who is Who“ des Neonazismus: rechtskräftig verurteilte Terroristen, Holocaust-Leugner, Rassisten, Antisemiten. Was Burschenschaften als „politische Bildung“ ausgeben, wird von den Veranstaltungsprogrammen als rechtsextreme oder neonazistische Indoktrination des studentischen Nachwuchses entlarvt.>>

 

Aus dem Kapitel „Nazi-Skin als Security: Mit Blood&Honour und FPÖ“ auf S. 197:

<<Ein anderer aus der ersten Reihe der Neonazi-Szene fiel beim alljährlichen FPÖ-Weinfest in Stammersdorf als Security auf: [Nennung des Namens ausgelassen, damit keiner der Rechtsextremisten behaupten kann, ich würde hier gegen bestimmte Personen ihrer Gruppierung hussen. Der Name dieser Person ist dem Buch für jeden zu entnehmen, wer es so genau wissen will.], Mitbegründer der österreichischen Division des neonazistischen Untergrund-Netzwerks Blood&Honour, das mit Fußball-Fanclubs und bei Neonazi-Rockkonzerten für Randale sorgt, wurde von Aktivisten der Sozialistischen Jugend identifiziert. [auch diese Gruppierungen möchte ich hier nicht kommentieren – ich zitiere nur!] Als diese Aufkleber und Flugzettel gegen die Strache-Partei [wohlgemerkt auf einer FPÖ-Veranstaltung! Auch das möchte ich hier nicht kommentieren…] verteilen wollten, trat er ihnen gemeinsam mit anderen kahlgeschorenen Männern in FPÖ-T-Shirts als „Ordnerdienst“ entgegen. Zuletzt wurden die Jugendlichen von den „Ordnern“ sogar bedroht: „Wir kriegen euch. Wir passen euch vor der Haustüre ab.“>>

 

Aus dem Kapitel „Vereinzelter Widerstand: Austritte und ihre Begründung“ auf S. 209:

<<Nur vereinzelt regt sich in der FPÖ Widerstand gegen den immer deutlicheren Trend nach Rechtsaußen. Darum sollen die mutigen Reaktionen jener FPÖ-Funktionäre, die Widerstand gegen die Annäherung an den Neonazismus geleistet haben, zumindest erwähnt werden.>>

Danach folgen einige aufgezählte Beispiele: Aussagen wie „Der Hitler hat schon Recht gehabt!“ oder der Empfang bestimmter Personen mit dem Hitler-Gruß.

 

Aus dem Kapitel <<Kornblume: Signal der „illegalen Nazis“>> auf S. 242:

<<Der Taktik, das offizielle Bekenntnis zur Demokratie durch Signale Richtung Neonazismus zu relativieren, entspricht auch das demonstrative Tragen von Kornblumen bei feierlichen Anlässen wie den konstituierenden Sitzungen des Nationalrats oder des Wiener Gemeinderats.

Die Kornblume war zwischen 1934 und 1938 Erkennungszeichen der illegalen Nazis.>>

=> Für jene, die geschichtlich nicht ganz so damit etwas anfangen können: Zwischen 1934 und 1938 war im österreichischen diktatorischen sog. „Ständestaat“ die NSDAP verboten. Dem gingen Anschläge dieser Partei voraus.

 

S. 244:

<<Schon 1999 hatten prominente Freiheitliche die Gründung einer „Schutzgemeinschaft Freiheitlicher Wählerinnen und Wähler“ bekanntgegeben, die „ungerechtfertigten Angriffen auf die FPÖ und ihre Wählerschaft im In- und Ausland“ entgegentreten und „Diffamierungsopfern“ helfen sollte, gegen ehrenbeleidigende Äußerungen gerichtlich vorzugehen.>>

Da es sich beim im folgenden Zitat genannten Hrn. Rosenkranz um den Ehemann der hochrangigen FPÖ-Politikerin Barbara Rosenkranz handelt, werde ich den Namen in diesem Zitat (im Unterschied zum obigen Beispiel (bei dem es um jemand anderen ging)) schon nennen.

Aus dem Kapitel „Die Anti-Antifa und der Bombenterror“ auf den Seiten 275 – 277:

<<In Österreich war Horst Jakob Rosenkranz einer der ersten, der die Anfang der Neunzigerjahre entstandene „Anti-Antifa-Offensive“ mitmachte. Im Sommer 1992 begannen Neonazi-Blätter in mehreren europäischen Ländern Namenslisten von Antifaschistinnen und Antifaschisten zu veröffentlichen, die immer detailliertere Angaben über „Juden“, „Inländerfeinde“, Ausländer-Hilfsorganisationen, „linke“ Vereine, Treffpunkte, Veranstaltungen und Initiativen samt Adressen, Lebensgewohnheiten und Autonummern ihrer Initiatoren enthielten. Den Anfang machten die deutschen Neonazi-Blätter „Index“ und „Einblick“. In Dänemark erschien ein Blatt der „Dänischen nationalsozialistischen Bewegung“ mit „Nachrichten von der anderen Seite“, in England ein „Index“ der „Britisch National Party“, in Schweden ein „Dossier“ des „Weißen Arischen Widerstandes“.

Zeitgleichheit und Parallelität des Vorgehens lassen den Schluss zu, dass die Kampagne europaweit koordiniert war. Auffällig ist, dass es sich bei den dänischen, schwedischen und englischen Anti-Antifa-Organisatoren um jene Gruppen handelt, die sich bei den alljährlichen „Rudolf-Heß-Gedenkmärschen“ mit ihren deutschen Kameraden treffen.

Horst Jakob Rosenkranz, der an Rudolf-Heß-Veranstaltungen als Redner teilgenommen hat, bringt die gefährliche Methode nach Österreich. Im Sommer 1992 erscheint ein Artikel in der von ihm herausgegebenen Zeitschrift „Fakten“, in dem linke Initiativen, Postfächer und Impressen aufgezählt sind. Schriftlich wendet sich Rosenkranz an das antifaschistische Dokumentationszentrum (AIDA) in München: „Sendet mir Info. Danke.“

Die „Identität“, Jugendzeitung der „Aula“, übernimmt den „Fakten“-Beitrag um einige Informationen bereichert. Die rechtsextreme „Liste Kritischer Studenten“ ruft ihre Leser auf, Adressen und Informationen über „Inländerfeinde und Vermischungsrassisten“ zu sammeln. Im März 1993 ziehen „Kommentare zum Zeitgeschehen“ der neonazistischen „Aktionsgemeinschaft für demokratische Politik“ (AFP) nach: „Senden Sie uns Anschriften von Bonzen, Parasiten und Gesinnungsterroristen, die sollen sehen, dass es Widerstand gibt!“

Die in mehreren Ländern publizierten Aufrufe zum „Widerstand“ wurden von der neonazistischen Gewaltszene mit einer Serie von Briefbomben- und Bombenanschlägen befolgt: In Schweden erhielten vier Journalisten Paketbomben (die alle entschärft werden konnten). In Dänemark wurde der Sekretär einer linken Splittergruppe von einer Briefbombe getötet. In England gründeten Neonazis die konspirative Kampfeinheit „Combat 18“ (18 = Adolf Hitler) zur „Disziplinierung“ von Antifaschisten. In München detonierte eine an die farbige Pro-7-Moderatorin Arabella Kiesbauer adressierte Briefbombe in den Händen der Redationssekretärin. In Lübeck explodierte eine Briefbombe, die an Vizebürgermeister Dietrich Szameit adressiert war, der das milde Urteil nach dem Brandanschlag auf die Lübecker Synagoge kritisiert hatte.>>

 

Aus <<Tarnung: Aufrufe zur Gewalt als „Notwehr“>> auf S. 279:

<<Neonazistische Gewalt gegen Ausländer und Antifaschisten wird zum Kampf für „Volk und Heimat“ einer „revolutionären Jugend“ verklärt. Rechtsradikale dürfen in „Fakten“ ihre Teilnahme an Straßenschlachten beschreiben. Wohlwollend wird über Ausschreitungen am Rande des Rudolf-Heß-Gedächtnismarsches in Wunsiedel berichtet. Die Pogromnacht von Rostock wird als „Notwehrmaßnahme“ verzweifelter Bürger gerechtfertigt. „Die deutsche Jugend lernt im Kampf gegen die ausländischen Jugendbanden den Wert der eigenen Art, die Sehnsucht nach der Geborgenheit der Heimat wieder kennen“, heißt es anerkennend.>>

=> Also, ich bin ja auch klar gegen die vielpropagierte „Multikulturelle Gesellschaft“ als Idealbild für unsere Zukunft. Aber so geht’s ja wirklich nicht. Wer Gewalt, Terror und Schrecken als bevorzugte Lösungsvariante befürwortet bzw. anwendet, kann wohl nur als Extremist bzw. Terrorist betrachtet werden.

Extremismus ist einfach purer Scheißdreck. Diktatur ist zu verachten. Wer die Meinungsfreiheit nicht schätzt, dessen demokratische Gesinnung darf wohl nicht nur angezweifelt werden, sondern das Vorhandensein einer solchen kann in so einem Fall wohl klar verneint werden.

 

An dieser Stelle möchte ich auf diesen älteren Artikel von mir verweisen.

 

Aktuelles:

Abschließend möchte ich noch auf ein spezielles Ereignis meines heutigen Tages hinweisen:

Heute habe ich festgestellt, daß irgendeine degenerierte wohl menschliche Kreatur einen Anschlag auf einen Strauch auf meinem Grundstück ausgeübt hat. Neben dem Zaun steht ein Strauch, der schön nach oben wächst. Ein Ast wurde jedoch – offensichtlich manuell – abgebrochen und dieser weist jetzt nach rechts und ragt weit über den Zaun drüber. Ein natürliches Zustandekommen eines solchen Ergebnisses ist wohl auszuschließen. Das kann nur jemand manuell abgebrochen haben. Die Bruchstelle befindet sich auch in etwa 1 m Höhe.

Da solche schikanösen Aktivitäten – in „gewissen“ Kreisen auch als „Scherz“ bekannt oder als „Streich“ – nicht das erste Mal auftreten, möchte ich hier einmal ein Kopfgeld von zwei Euro für die Ergreifung des Täters/der Täter innert 2 Monaten aussetzen (natürlich nur innerhalb des legalen Bereichs). Minimaler Tatbestand: Sachbeschädigung. Eine Ausweitung der nachgewiesenen Straftaten nach Ergreifung kann hierbei keinesfalls ausgeschlossen werden.

Ausschnitt_Knick_Großansicht

Bruchstelle

Sachdienliche Hinweise, wer solche Kreaturen sein könnten bzw. wer der Täter war, können hier gern als Kommentar hinterlassen werden.

Kleiner Hinweis: das für die meisten Menschen Naheliegendste wird möglichweise nicht die korrekte Antwort in diesem Fall sein.

Vielen Dank für Ihre Mithilfe!

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