Die Entstehung von Konfliktherden am Beispiel Ukraine, Rußland und NATO und „Ausländerproblematik“

Die Situation in der Ukraine scheint ein wenig kompliziert.

Wie überall, wo verschiedene Völker vermischt zusammen leben, und alle Parteien ein Anrecht auf ihre Kultur in diesem Lebensraum beanspruchen, kann es zu Konflikten kommen, wie die Geschichte auch immer wieder bewiesen hat und immer wieder beweist. Völker unterschiedlicher Nationalität, Kulturen und Identifikation siedeln seit mehreren Jahrhunderten nebeneinander und auch durchmischt. Solche Lebensräume sind natürlich potentielle Konfliktherde. Die Situation erinnert irgendwie an die deutsche Bevölkerung in Tschechien oder Polen Anfang des 20. Jahrhunderts. Oder an die Situation in Nordirland. Oder an das Baskenland. Oder an Ex-Jugoslawien. Oder an viele andere Länder, in denen es ähnliche Probleme gegeben hat oder gibt. Es ist überall das selbe Problem. Wenn wie oben beschrieben Völkerschaften nicht miteinander auskommen und die Vermischung groß ist bzw. die Besiedlung dieser Identifikationsgruppen sich räumlich überschneidet, ist die Konfliktwahrscheinlichkeit höher.

Jede der Gruppen hat bestimmte nachvollziehbare Ansprüche und Wünsche. Hier eine sinnvolle und einfache Lösung zu finden ist nicht leicht. Deshalb sollte eine solche Konstellation wohl auch nie politisch angestrebt werden, weil sie den Keim des Konfliktes schon in sich birgt. Dies sollte man auch bei allen EU- bzw. Europaplänen bedenken. Ist so eine Situation unterschiedlicher gemischter Identitätsgruppierungen (mit hoher Gruppenidentifikationsintensität) auf geteiltem Raum einmal vorhanden, läßt sie sich schwer lösen. Kann man das Entstehen einer solchen Situation bereits im Vorfeld verhindern, wird soetwas wohl als eine sinnvolle Maßnahme zu betrachten sein.

Dieser Text hier ist definitiv kein Aufruf für Ausländerfeindlichkeit, komplett „reine“ Nationalstaaten ohne irgendwelche Ausländer, die in einem Land leben, sondern einfach nur die Stimme der Vernunft. Im Gegenteil: echte „Ausländer-Feindlichkeit“ ist schädlich und unfreundlich. Sie ist nicht gut und unberechtigt und auch nicht vernünftig. Tatsächlich wird aber auch oft „Feindlichkeit“ attestiert, wo gar keine vorhanden ist. Andererseits entsteht eine Feindlichkeit in einigen Fällen auch aufgrund persönlicher negativer Erfahrungen, die auf Zufall oder aber auf politische Fehlkonstruktionen zurückgehen können. In diesem Fall dann nur dem „Ausländerfeindlichen“ etwas vorzuwerfen wäre wohl eine zu einseitige Reaktion. Die Schuld der verursachenden Staaten bzw. Politiker an einer schlechteren Wettbewerbsfähigkeit und damit verbunden in manchen Ländern auch der Überlebensfähigkeit der eigenen Bevölkerung im eigenen Land ist nicht von der Hand zu weisen. Dennoch ist „echt feindseliges“ (Aug-in-Aug-Beschimpfungen ohne personenbezogenem Anlaß, Vertreibungsversuche, …) Verhalten gegenüber Ausländern in solchen Situationen sicher nicht die richtige Reaktion, sondern die richtige Reaktion wäre auf eine Änderung der Politik im eigenen Land hinzuwirken, was in einer echten Demokratie (!) eigentlich kein Problem sein sollte.

Ausländer und sog. „Wirtschaftsflüchtlinge“ haben nachvollziehbare Gründe, wieso sie in ein anderes Land gehen. Die Kontrolle über das eigene Land zu behalten ist für die ursprüngliche Bevölkerung allerdings wichtig, damit man nicht in künstlich oder ungeschickt oder dumm absichtlich gefertigte Konstruktionen kommt, die dann später Tod, Terror, Bürgerkrieg oder Krieg bringen. Des weiteren muß man nicht allen Begehrlichkeiten nachgeben. (Es wird immer Bedürftige und auch fordernde Menschen geben.) Primär wird jeder Mensch nachvollziehbarerweise Entscheidungen so fällen, daß sie ihm selbst nicht schaden. Wieso wird dieses Prinzip in der Politik so oft gebrochen? Sobald es um viele Menschen geht, scheint das logische Denken bei manchen Menschen nicht mehr korrekt zu funktionieren. (Oder aber sind vielleicht zu viele unvernünftige Menschen in Positionen, für die sie nicht ausreichend geeignet sind. Das trifft sowohl auf die Politiker, wie leider auch auf die Wählerschicht zu.)

Es ist schlichtweg nicht sinnvoll, Konfliktherde künstlich zu erzeugen. Schon gar nicht vor dem eigenen Gartenzaun. Deshalb muß man in solchen Belangen bedachte und langfristig sinnvolle Überlegungen anstellen, wie mit Fremdarbeitern (Arbeitern mit fremden Staatsbürgerschaften) und Einbürgerung umgegangen werden soll. Die angestrebten Lösungen müssen gesund für das eigene Volk und das eigene Land sein.

Soviel zur allgemeinen Ausgangslage für Konflikte.

In der Ukraine gibt es eben wieder ein Beispiel, wo sich bereits eine kritische Situation entwickelt hat und es für solche präventive Maßnahmen und Überlegungen bereits zu spät ist. Und deshalb wird es dort halt schwierig, wie es auch in anderen Regionen auf dieser Welt in solchen Situationen immer wieder mal unter bestimmten Rahmenbedingungen und Umständen schwierig wurde.

Scheinbar sind in der Ukraine mittlerweile auch solche Umstände eingetreten. Wie es dazu kam ist eine Frage. Wohin das ganze führen kann eine andere.

Steckt im Falle der Ukraine allerdings noch mehr dahinter?

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