Die Verteidigung der Rechte der Bürger auf die Nutzung von Wasser

Was früher als Recht des Grundbesitzers oder der Gemeinde galt wird nun immer mehr zum Recht privater Unternehmen – insbesondere von Konzernen, die sich Rechte auf Wassernutzung sichern und dann oft gutes Geschäft mit teurem Verkauf des Wassers machen. Durch die Interessensvertretung durch internationale Konzerne und ihre Organisationen müssen die Völker immer mehr ihre Bürgerrechte verteidigen. Doch viele Staaten gaben bereits kleinbei, ließen sich breitschlagen oder deren Vertreter sich korrumpieren. Soweit darf es bei uns nicht kommen.

 

„Politisches Puppenspiel zum Thema Wasser“

„Regenwasser in Wales
In Wales, wo wie überall in England die Wasserversorgung schon seit 1989 privatisiert ist, ging der dortige Konzern so weit, das Regenwasser mit in das Vertragspaket aufzunehmen. Die Farmer mussten plötzlich für das Regenwasser, das auf ihr Ackerland fällt, Abgaben bezahlen. Auch das unentgeltliche Auffangen von Regenwasser wurde verboten.“

Quelle: http://www.wasserallianz-muenchen.de/medien-materialien/puppenspiel.html

 

<<Anfang 2000 in Bolivien: Die Wasserversorgung einer ganzen Stadt wird an ein Konsortium multinationaler US-Konzerne verkauft. Brunnen zu graben wird verboten, nicht einmal das Regenwasser darf gesammelt werden.

Was geschah dort? Ein Konzern greift versuchsweise nach einer der letzten Ressourcen, die noch nicht privatisiert sind: dem Wasser. Land und Essen besitzt man schon, Energie auch – aber Wasser und Luft sind noch umsonst. Das geht ja nun mal gar nicht.

Die Strategien sind immer diesselben – und altbekannt. Irgendwo auf der Welt schafft man Fakten, die dann nach und nach mit Methode Gesetz für alle werden – und wie üblich, wenn große Konzerne Politik machen, wird es im Alltag ziemlich absurd – wie zum Beispiel das Verbot, Regenwasser zu sammeln.

In Bolivien ist es gescheitert, siehe Wikipedia:

2000 unterzeichnete Bechtel einen Vertrag mit Hugo Banzer Suárez, dem früheren Diktator von Bolivien, mit dem die Wasserversorgung der drittgrößten Stadt Boliviens, Cochabamba, privatisiert wurde. Der Vertrag wurde offiziell von einer Bechtel Tochtergesellschaft Aguas del Tunari unterzeichnet, die speziell für diesen Zweck gegründet wurde. Kurze Zeit später verdreifachte das Unternehmen die Wassergebühren in der Stadt, woraus viele Proteste und Unruhen unter denen, die sich nicht länger sauberes Wasser leisten konnten, resultierten. Viele Menschen mussten ihre Kinder von der Schule nehmen und ihre Arztbesuche einstellen wegen der anormal hohen Wasserkosten. Bechtel verlangte sogar Zahlungen für Regenwasser und setzte ein Gesetz durch, das Grabungen neuer Brunnen verbot. Angesichts der folgenden Demonstrationen wurde das Kriegsrecht verhängt und die bolivianische Polizei tötete letztlich 6 Menschen und verletzte über 170 Protestierende. Inmitten von Boliviens nationalen wirtschaftlichem Kollaps und wachsender nationaler Unzufriedenheit über den wirtschaftlichen Zustand war die bolivianische Regierung gezwungen, von diesem Wasservertrag zurückzutreten.

Sechs Tote, 170 Verletzte, ein letztlich gestürzter Diktator … aber Bechtel hat trotzdem gewonnen:

2001 verklagte Bechtel die bolivianische Regierung auf 25 Mio. US$ entgangenem Gewinn.

So sind Konzerne eben, sie sind konstruiert, um aus allen Lebenslagen maximale Gewinne zu ziehen – und erledigen diese Aufgabe perfekt … ohne Rücksicht auf Verluste.>>

Quelle: http://www.nachrichtenspiegel.de/2013/01/16/deutschland-2013-der-kampf-ums-trinkwasser-leider-schon-verloren/

 

„Das Milliardengeschäft mit unserem Trinkwasser“

http://www.gesundheitlicheaufklaerung.de/das-milliardengeschaft-mit-unserem-trinkwasser

 

Video „Die Geldquelle – Das Milliardengeschäft mit dem Wasser“

URL: https://www.youtube.com/watch?v=omF6BEkg5f8

 

Eigentlich schon ein alter Hut, und wie zu erwarten war, werden die Angriffe gegen unsere von mir mal proklamierten Rechte auf leistbare und gesunde Wasserversorgung nicht enden und auf Brunnenbau auf eigenem Grund, bis die Konzerne ihre Ziele erreicht haben. Deshalb war folgender Bericht bereits eine Fehlinterpretation…

21.06.2013: „Protest gegen Wasser-Privatisierung: EU kapituliert vor Bürgerinitiative“

http://www.spiegel.de/wirtschaft/service/eu-kommissar-barnier-nimmt-wasserversorgung-von-privatisierung-aus-a-907198.html

… wie sich auch hier zeigt:

Doch wieder gibt es mit TISA einen neuen Angriff auf unser Wasser:

Der neuste Angriff der WTO – TISA – Trade in Services Agreement – Abkommen über den Handel mit Dienstleistungen – Wieder ein Angriff auf die Wasserrechte

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Eine Antwort zu “Die Verteidigung der Rechte der Bürger auf die Nutzung von Wasser

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