Was ist Wissen?

Grundlegend basiert Wissen auf Informationen. Diese Informationen können extrinsischer oder intrinsischer Herkunft sein. Extrinsisch ist beispielsweise Wissen, das einem von jemanden vermittelt wurde, behauptet wurde oder erklärt wurde.  Intrinsisches Wissen geht auf persönliche Erfahrung z. B. Erlebnisse oder Experimente zurück.

Information und Wissen stehen immer in einem Spannungsfeld zum Begriff Realität. Ist betrachtetes oder behauptetes Wissen der Realität entsprechend – also wahr?

Im Kontext von Wissen ist nicht nur die pur vermittelte Information zu erkennen, sondern auch die im Hintergrund mitschwingende Kontextinformation über Sichtweisen, Philosophie, Anschauung, Blickwinkel. Ein guter Ansatzpunkt ist hierbei zu betrachten wie sich der Begriff Wissenschaft im Laufe der Geschichte verändert hat. Ursprünglich (nach Instinkt und Intuition) wird man wohl von Sagen, Legenden und der Weitergabe persönlichen Wissens, das ererbt bzw. tradiert wurde oder auch auf persönlicher Erfahrung beruht ausgehen müssen. Später gab es dann die Trennung in esoterische und exoterische Wissenschaft, zumindest in Europa. Heutzutage gilt nur mehr die exoterische Wissenschaft als Wissenschaft. Die esoterische Wissenschaft gilt teils als Humbug, zumindest aber sicher nicht mehr als Wissenschaft. Was ich persönlich für keine legitime Betrachtungsweise zur Ergründung der Realität betrachte, weil man bei der exoterischen Wissenschaft zwangsläufig immer wieder an Grenzen stößt, wo man nicht weiterkommt. Auf der anderen Seite muß man auch noch sagen, daß man seiner eigenen Wahrnehmung wohl entsprechend glauben können wird, so mit dem eigenen Geist alles ausreichend in Ordnung ist, egal ob etwas wissenschaftlich bewiesen ist oder nicht. Auch muß man sagen, daß nicht immer überall ein Beweis das ist, was einem unbedingt weiterbringt oder was von Bedeutung ist. Dies gilt beispielsweise in Sicherheitsfragen oder bei der Risiken- und Gefahrenabwehr.

Wo wir gerade bei der Humbugsbehauptung waren, kommen wir gleich direkt zum nächsten sehr interessanten Begriff: Dogma.

Ein Dogma ist eine behauptete Wahrheit, die nicht zu hinterfragen ist und die Absolutheitsanspruch genießt. Ein Axiom ist hingegen eine Grundannahme, von der im allgemeinen von den meisten angenommen wird, daß man sie nicht mehr weiter zu hinterfragen braucht.

Die Wissenschaft ist sozusagen ausgezogen im Zuge der Aufklärung, um das Dogma der Kirche zu zerbrechen. Doch die Wissenschaft ist dann sehr schnell selber zum Dogma geworden. Dogmatiker können sich interessanterweise immer wieder durchschlagen bzw. durchsetzen, und das in unterschiedlichen Bereichen.

Ganz witzig am wissenschaftlichen Dogma ist, daß es eigentlich kein Wissenschaftler ernsthaft als heilig, absolut und „das weiß doch jetzt jeder“ und „das ist ganz ganz sicher so, weil das ist wissenschaftlich erwiesen, und wenn du was anderes behauptest bist du ein Volldolm“ behaupten könnte, weil ja jeder, der sich mit der Geschichte der „modernen“ aufgeklärten Wissenschaft beschäftigt, zwangsläufig erkennen müßte, daß sich in fast allen Wissensbereichen immer wieder als Wahrheiten und bewiesen geltende Informationen als falsch herausgestellt haben oder als der Weisheit nicht letzter Schluß. Das zeigt wiederum bloß auf, daß sich im Bereich der Wissenschaft offensichtlich extrem viele besserwisserische pseudohochintelligente Wichtigtuer tümmeln. Somit sollte man allen Menschen, die einem ganz groß und wichtig erklären, daß die eigene Ansicht von wissenschaftlichen Beweisen abweichen, gesund kritisch gegenüberstehen. Man sollte sich dabei auf das eigene Gefühl für Legitimität, Wahrscheinlichkeit und Plausibilität verlassen. (Vorausgesetzt man hat ein solches gut ausgeprägt. Ansonsten sollte man Energie darin investieren, daß man ein solches entwickelt.)

Wodurch wir auch schon zum Begriff der Täuschung kommen. Täuschung ist im Umfeld von Wissen sehr stark gebräuchlich bzw. verbreitet. Manche Menschen versuchen einen mit Behauptungen von leider bloß behauptetem Wissen ohne realen Wahrheitsgehalt hinters Licht zu führen bzw. in einem ein bestimmtes Bild zu erstellen. Andere glauben wiederum tatsächlich an das, was sie einem sagen, und glauben auch, daß dies die Wahrheit wäre, was sie da verzapfen. In diesem Fall unterliegen sie selbst einer Täuschung. Im ersteren Fall wäre von einer Lüge zu sprechen.

Und hiermit haben wir eine Kette vor uns:

Information – Wissen – Wissenschaft – Dogma – Täuschung – Lüge

Die Zusammenhänge zwischen diesen Begriffen werden Ihnen in diesem Blog noch öfters unterkommen. Achten sie darauf.

Seien sie kritisch. Nicht nur hier. Immer. Glauben sie nicht alles zu leichtfertig. Denn in Medien, Schule, etc. sind wir starker Manipulation ausgesetzt.

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